Naturparkerlebnisse in Bildein

 

Bereits in der zweiten Schulwoche besuchten alle SchülerInnen der VS Kohfidisch mit ihren Lehrerinnen das „Dorf an der Grenze“ Bildein.

 

Die erste Station unseres Herbstwandertages führte die Kinder der 1. und 2. Schulstufe ins burgenländische Geschichtenhaus in Bildein. Dieses Museum zeigte uns auf kindgerechte, spielerische Weise die Geschichte des jüngsten österreichischen Bundeslandes von seiner Geburtsstunde im Jahr 1921 bis zu der letzten aktuellen Entwicklung. Die Kinder erfuhren einiges über das Zusammenleben der Volksgruppen im Burgenland, über den 2. Weltkrieg und wie die Leute damals lebten. Außerdem durften alte Haushaltsgeräte und Spielsachen aus dieser Zeit ertastet und ausprobiert werden. Auch Gegenstände aus den anderen Jahrzehnten wurden begutachtet und bei einige staunten die Kinder sehr z.B. bei einem Telefon mit Wählscheibe. Zum Schluss zeigte uns der „ Geschichtenhaus-Mann“ noch Trachten und Uniformen aus vergangenen Zeiten.

  

Nach einer kurzen Stärkung marschierten die Kinder in die Konditorei Lendl. Dort bereiteten die SchülerInnen in der Backstube verschiedene Mehlspeisen zu. Aus vorgefertigten Massen durften sie Lebkuchen ausstechen und verzieren, Vanillekipferl formen, Mürbteigkekse ausstechen und süße Kugeln in Kokosette wälzen. Die Zubereitung machte den Kids riesigen Spaß. Während des Aufenthaltes wurden die Kinder ausreichend mit Getränken versorgt. Die ersten Kostproben durften gleich gegessen werden und zum Abschluss bekamen alle Kinder ein Päckchen Mehlspeise mit nachhause.

 

Ebenso spannend und erlebnisreich verlief der Tag für die SchülerInnen der 3. und 4. Stufe. Zuerst marschierten wir am Grenzerfahrungsweg entlang und konnten einiges über längst Vergangenes  erfahren. Wir sahen einen russischen Panzer aus dem 2. Weltkrieg, besuchten den Bunker und den Schützengraben und erfuhren, wie es in der damaligen Zeit leider vor sich ging. Die Kinder lauschten per Video gespannt einem Zeitzeugen im Bunker und konnten es kaum fassen, unter welchen Umständen die Frauen, Kinder und Männer lebten und arbeiteten.

 

  

Weiter ging es zum Beobachtungsturm der ehemaligen ungarischen Grenzwache und hier entdeckten die Kinder auch einen Teil eines aufgebauten „Eisernen Vorhangs“. Sie waren erstaunt, wie viele „Hürden“ man damals überwinden musste, um fliehen zu können und stellten unserer Führerin etliche Fragen darüber.

 

 

Nach einer kleinen Stärkung, kamen wir vom geschichtlichen Teil zum abenteuerlichen Teil, der allen SchülerInnen für sehr lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Auf ging es zum „Kanufahren“ in der Pinka. Nachdem alle Sicherheitsvorkehrungen und Anweisungen getroffen wurden, ruderten die SchülerInnen in 2er Teams an der Pinka entlang. Unsere Muskelkräfte wurden ganz schön ordentlich in Anspruch genommen! Eine Weile ließen wir uns alle auch vom Wasser treiben.

  

In dieser Zeit gaben unsere Guides uns sehr viele Informationen über die Pinka und über die Tier – und Pflanzenwelt. Wir entdeckten auch eine Biberrutsche, einen Biberdamm und Bäume die erkenntlich vom Biber bearbeitet wurden.

 

Etwas geschwächt, wanderten wir noch zu der Station „Spiel ohne Grenzen“. Auch hier konnten wir unser Körpergefühl nochmals ordentlich austesten. Zum Abschluss unseres spannenden Ausfluges, versuchten wir noch einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden.

 

 

Es war ein aufregender, lehrreicher und sehr spaßiger Naturerlebnistag in Bildein – wunderbar ein Schuljahr so zu beginnen!